Vorschau
Heiner Kielholz (*1942) ist ein grosser Unbekannter in der Schweizer Kunst. Um 1970 gehörte er zur neuen Schweizer Avantgarde und stellte international aus. Danach zog er sich weitgehend zurück, reiste jahrelang ohne festen Wohnsitz und entwickelte ein Werk, das genährt war von den Erfahrungen der Orte, die er besuchte, und getragen war von einer künstlerischen Haltung, die den Reichtum dessen auslotet, was ihn umgibt und sein Leben prägt. Seit 1992 lebt und arbeitet Heiner Kielholz im Puschlav und im Veltlin. Er arbeitet kontinuierlich an einem stillen Werk, meist in kleinen Formaten. Er wird vor allem von Künstlerinnen und Künstlern hochgeschätzt und ist in verschiedenen Kunstmuseen der Schweiz mit wichtigen Werken vertreten. Seine Ausstellungen sind selten, werden aber immer sehr gut wahrgenommen. Wenn seine letzten grossen Ausstellungen das Spektrum seiner Themen weit fassten, konzentriert sich die Ausstellung im Bündner Kunstmuseum auf die charakteristischen Interieurs und Stillleben, die in den letzten 15 Jahren entstanden sind. Sie ergeben ein einzigartiges Bild seines besonderen Blicks auf die Welt. Von Heiner Kielholz werden oft Parallelen zum Schriftsteller Robert Walser gezogen. Mit ihm teilt er die Liebe zu den unscheinbaren, alltäglichen Dingen des Lebens.